LA PIUTA'

Verein zur Förderung der sportlichen Aktivitäten und der Kultur von Balme 

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    Piste "Adolfo Kind"
(Balme - Pian della Mussa)  
Höhenunterschied:   350 m
Laufzeit: 1 Std
Empfohlene Zeit:  ganzjährig
 Vorsicht:  im Winter mit starkem Neuschnee, Achtung vor Lawinen

foto 

routchàss

ponte bogone orizzontale

Die Loipe folgt der historischen Strecke von Adolfo Kind und Stefano Roiti, die sie beim ersten dokumentierten Ski-Ausflug von Italien im Dezember 1896 genommen haben. Diese Piste folgte einem alten Maultierpfad. Es gibt interessante Ausblicke auf die großen Felswände von "Torrioni del Ru" zur entgegengesetzten Seite des Tals, zum Ort, wo die Steinböcke die Winter- und Frühjahrsmonate verbringen.

Man beginnt an der Piazzale „Pakino“ und steigt lang der Piste des Skilifts bis "Pra Sec", an den Rand der Ortschaft Cornetti. Von hier aus geht es eben bis an den "Roc d` la Ghièri" (Felsmauer der Burg Sari) mit interessantem Ausblick auf die Häuser von Balme, auf die Steinhäuser von Routchàss und den Wasserfall "La Gorgia".  Von diesem Punkt aus ist es möglich, auf den Parkplatz der Langlaufloipe zu treffen; über die "Pount dìí Làder" (Brücke) oder den Anfang der Skipiste "Roiti" oder über die "Pount d` Bougoùn" (Brücke), wo sich das Kassenhäuschen befindet, zu gehen. 

Die Brücke (Pount dìí Làder), erbaut aus Holz, wird so genannt, weil sie den Abstieg ins Dorf vom "Pian della Mussa" für die Leute erlaubte, die da nicht gesehen werden wollten, die sowohl Schmuggelware, als auch eine Ladung Heu oder nicht auf ihrem eigenen Land geschlagenes Holz transportierten. Die Brücke "Pount d` Bougoùn", erbaut aus Stein, ist eine der wenigen Bogenbrücken im "Valle di Lanzo", die von damals überlebt haben, von denen die bekannteste "Roc o del Diavolo" ist. Sie wurde im Jahr 1713 erbaut.

     Kurz vor der Brücke "Pount d` Bougoùn", zur Linken, ist es möglich, den Felsüberhang (bàrma) zu sehen, wo drei Partisanen, deren Namen auf einer Gedenktafel an der Fassade der Kirche von Balme zur Erinnerung aufgeschrieben sind, ermordet wurden. An der Flanke der Felswand zeigt ein Schild eine große Trockenmauer, die in den 30er Jahren die Schanze zum Skispringen gestützt hat.
In Balme gab es in den 20er und 30er Jahren zwei Skischanzen zum Skispringen, also eine Sportart, die von jedermann ausgeführt werden konnte. Die flache Strecke unterhalb der Skischanze war aber nicht ausreichend, damit die Springer anhalten konnten, von daher war es nötig, den Fluss mit Holzbündeln und einer aufgetragenen Schneeschicht zu bedecken, so daß sich eine Auslaufpiste bildete, welche in der Nähe der ersten Häuser des Dorfes ankam.
     Die Loipe, bis jetzt flach verlaufend, steigt stark bis zur Ebene "Ourdjièri", sie hat ihren Namen vom Anbau von Gerste. Sie geht nah vorbei an den Weidehütten von "Castàss", und geht weiter in Richtung der Ortschaft "Bougoùn" m......, deren Häuser schon aus kurzer Distanz einzusehen sind.

foto bogone

oppure

altare

     In dem Tal der Ortschaft passiert man nach kurzer Strecke den sogenannten "Prähistorischen Altar", angezeigt durch eine Hinweistafel. In der Nähe findet man die Grundmauern einer Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, zerstört von der großen Lawine von 1972. ( anzumerken ist, daß die Mauerreste die Häuser der Ortschaft wie ein Keil schützten)
Der sogenannte "Prähistorische Altar" , unter den Talbewohnern als „Arposa dìí Lentsch“ bekannt, ist in Wirklichkeit ein großer Felsstein, der eine große Höhlung verbunden durch Furchen zeigt, entstanden durch die den Schäfern der Neusteinzeit zugeschriebene Arbeit. Die rituelle Bedeutung bleibt mysteriös. Viele auf diese Art und Weise bearbeitete Felsen finden sich in den Tälern der Westalpen.
     Nach Durchquerung der Ortschaft beginnt die Loipe mit einigen Kurven bis zur "Alpe Tschavanàttess" zu steigen. In der Nähe zeigt ein Hinweisschild den "Arposa dìí Mort", einen Ort mit zwei Felsen gleicher Höhe auf zwei Seiten des alten Maultierweges, sie erlaubten den Trägern der Bahren , derer die am "Pian della Mussa" verstorben waren, während ihres Trauertransports diese abzustützen. Ein solcher Halt hatte eine bestimmte rituelle Bedeutung und war Gelegenheit für ein Gebet.
     Nach Wiederaufnahme des Aufstiegs erreicht man kurz darauf „Crè dal Lòsses“, eine alte Höhle für Steinplatten, die für die Hausdächer gebraucht wurden. Entlang der Spur erinnern zwei Bildstöcke an die geschehenen Unfälle der Vergangenheit.

Vor der Konstruktion der Loipe (2004) war der schmale Maultierweg an dieser Stelle im Winter durch große Schneeanhäufungen gefährlich, die der vom "Pian della Mussa" wehende Wind dorthin transportierte. Die Schneewehen konnten eine Schicht von mehreren Metern erreichen, durch die eine Spur für die Schlitten geschnitten wurde, denn dort, wo heute die Fahrstraße verläuft, am entgegengesetzten Abhang, war es für diese Transportmittel viel zu felsig. Die Anhäufungen hatten keine Haftung mit der darunter liegenden Schneedecke und konnten bei der Durchfahrt der mit Heu oder Holz beladenen Schlitten abstürzen, gefolgt von den Männern und Sachen, die auch abstürzten. Die konstante, aber nicht vermeidbare Gefahr erklärt die Existenz der Bildstöcke.

     So erreicht man den Anfang des "Pian della Mussa", in der Nähe der Brücke, die es einem erlaubt, die Loipe zum Abstieg (Pista Roiti) zu erreichen.

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